Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bewilligt Fördergelder für Sanierung von Schwimmbädern in Rosenheim, Trostberg und Ruhpolding
Am gestrigen Nachmittag hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Liste der ausgewählten Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten -Schwimmbad (SKS)“ beschlossen. Demnach erhält das Hans-Klepper-Hallenbad in Rosenheim eine Fördersumme von über 720.000 Euro. Zudem erhalten auch das Freibad in Trostberg sowie das Freibad VitaAlpina in Ruhpolding Förderungen von jeweils über 360.000 Euro.
Dazu erklärt Victoria Broßart, Rosenheimer Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen:
„Immer weniger Kinder können Schwimmen. Die Zahl der Badeunfälle nimmt zu. Das ist eine direkte Folge davon, dass immer mehr Schwimmbäder schließen, weil der Unterhalt für die Kommunen zu teuer wird und sie notwendige Sanierungsmaßnahmen nicht mehr bezahlen können. Umso erfreulicher ist es für Rosenheim und unsere Region, wenn der Bund bei der Sanierung der so wichtigen Schwimmbäder unter die Arme greift. Die Grüne Bundestagsfraktion hat sich dafür in den letzten Monaten mit mehreren Anträgen im Bundestag stark gemacht. Jedes gerettete Bad ist ein Gewinn für die Kommunen. Nicht nur um Schwimmen zu lernen, sondern auch als Sport- und Begegnungsstätte und für die Gesundheit der Menschen sind Schwimmbäder ein wichtiger Beitrag.
So schön das Förderprogramm ist, es ist keine nachhaltige Antwort auf den vorhandenen strukturellen Sanierungsstau. Hinzu kommt, dass eine dauerhafte Fortsetzung der Förderung für Sportstätten und Schwimmbäder nicht gesichert ist. Kommunen planen Sanierungen über Jahre, nicht über einzelne Förderrunden. Dafür brauchen sie eine verlässliche kommunale Finanzierungsgrundlage. Es dürfen nicht nur einzelne Projekte, die aufwendig beantragt werden müssen, profitieren, sondern es braucht eine nachhaltige und flächendeckende Stärkung der Sportinfrastruktur.“
Hintergrund:
Das Förderprogramm SKS-Schwimmbad ist ein einmaliges von der Koalition vereinbartes Sonderprogramm.
Kommunen, Gemeinden und Landkreise konnten sich bis zum 19.06.2026 per Interessensbekundung bewerben, um ihr Schwimmbad zu sanieren und modernisieren. Es gab wieder einen enormen Andrang auf den Aufruf: Rund 960 Skizzen mit einem Fördervolumen von rund 3,2 Mrd. Euro standen 250 Mio. Euro gegenüber. Von den 960 Skizzen waren ca. 30 % formal nicht förderfähig. Aber auch unter den formal-förderfähigen Skizzen konnten aufgrund der 13-fachen Überzeichnung viele leider nicht berücksichtigt werden und es ist mit viel Enttäuschung zu rechnen.
Das BMWSB wird die Projektliste zeitnah auf ihrer Webseite (oder der Webseite des BBSR) veröffentlichen. Ausgewählte Kommunen werden außerdem direkt vom Ministerium kontaktiert mit Informationen zum weiteren Prozess. Kommunen, die nicht berücksichtigt wurden, erhalten eine Ablehnung unter Angabe der Ablehnungsgründe.
Bildquelle: Eduardo Goody auf Unsplash
