Besuch des Leuchtturmprojekts: Geothermie Anlage von Eavor in Gelting bei Geretsried
Am gestrigen Dienstag, den 3. Februar 2026, durfte ich gemeinsam mit einer hochkarätigen Delegation die Geothermie‑Anlage von Eavor in Gelting besichtigen. Anwesend waren neben meinen Bundestagskollegen Dr. Alaa Alhamwi, MdB und Karl Bär, MdB auch Dr. Andreas Wild, Landratskandidat für Bad Tölz, René Beysel, Bürgermeisterkandidat für Wolfratshausen sowie Dr. Iris Jarsch, Kreistagskandidatin für Wolfratshausen.
Ein geschlossenes Geothermie‑System – Wärme und Strom aus der Tiefe
Für die Energiegewinnung nutzt Eavor ein Closed‑Loop‑Prinzip: Mehrere geschlossene Wasserschleifen (Loops) reichen bis zu sieben Kilometer in das Erdreich. Dort, vertikal wie ein Fächer angeordnet, nimmt das von außen zugeführte Wasser die natürliche Erdwärme auf und treibt damit einen thermodynamischen Prozess an.
Durch die geschlossenen Loops entfallen die typischen Probleme herkömmlicher Tiefenwasser‑Geothermie. Das macht das System besonders attraktiv für die Standortwahl und erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit.
Stabile, wetterunabhängige Grundlast
Der erzeugte Strom wird über eine leistungsstarke ORC‑Anlage (Organic Rankine Cycle) ins Netz eingespeist, während die gewonnene Wärme künftig über Fernwärme Geretsried versorgen soll. Das Ergebnis: eine verlässliche, saisonunabhängige Grundlast, die nicht von Wetterbedingungen abhängt.
Ein seismisch sicherer Game‑Changer
Die Anlage gilt als seismisch unbedenklich und stellt einen echten Wendepunkt für die regionale Wärmeversorgung dar. Im Jahr 2024 stammten bundesweit lediglich 17,8 % der Wärme aus erneuerbaren Energien. Somit besteht ein enormes Potenzial für Verbesserungen. Mit diesem Projekt leistet Eavor einen entscheidenden Beitrag zur Klimaneutralität der Region.
Ich danke dem Unternehmen und allen Beteiligten Mitarbeitenden für die interessanten Einblicke.
Weitere Informationen
Mehr Details finden Sie auf der offiziellen Seite von Eavor: https://eavor.de/
Bildquelle: privat
